Wednesday, September 26, 2018

[PDF] Download Sagen und Legenden um Fünfseenland und Wolfratshausen: Starnberger See - Weßlinger See - Pilsensee - Wörthsee - Ammersee Kostenlos

[PDF] Download Sagen und Legenden um Fünfseenland und Wolfratshausen: Starnberger See - Weßlinger See - Pilsensee - Wörthsee - Ammersee Kostenlos [PDF] Download Sagen und Legenden um Fünfseenland und Wolfratshausen: Starnberger See - Weßlinger See - Pilsensee - Wörthsee - Ammersee Kostenlos "Gisela Schinzel-Penth; geboren 1946 in München; verheiratet mit dem Architekten Heinz Schinzel; zwei Töchter; zweiEnkelkinder; lebt in München. Nach ihrem Pádagogikstudium arbeitet sie einige Jahre als Lehrerin; dann als freie Schriftstellerin. Hauptgebiet: Márchen; Volkskunde; Heimatforschung.Sie sammelt seit über 50 Jahren Sagen und Legenden und veröffentlicht zu diesem Thema bisher 13 Bücher. Sie schreibt eigene Márchen; Kurzgeschichten; Gedichte; Sachbücher; arbeitet für Rundfunk und Fernsehen und ist seit 2010 als Verlegerin tátig. Für ihr schriftstellerisches Werk erhált sie vom Münchner Künstlerkreis KK83 im Jahr 2013die Goldene Rose†œ. Weitere Informationen unter www.schinzel-penth.de und wikipedia Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten. Die verschwundene Burg am KarlsbergEine Burg; oben auf dem Karlsberg zwischen dem Bahnhof Mühltal und Leutstetten gelegen; war schon um 955 ein gut befes-tigter Zufluchtsort vor den Einfállen der Hunnen. Der Ìberlieferung nach soll sie den Karolingern gehört haben †“ Karl der Große soll hier in der Náhe; in der Reismühle; geboren worden sein †“ daher auch der Name Karlsburg. Diese erste Burg soll; so die Sage; von den Hunnen zerstört worden sein. Erwáhnt ist die daraufhin neu er-richtete Burg urkundlich erstmals in der Mitte des 12. Jahrhunderts (Anmerkung 3a). Sie gehörte zu dieser Zeit den Pfalzgrafen von Scheyern-Wittelsbach. Die Burg auf dem Karlsberg soll in Sichtver-bindung mit dem Schlossberg in Percha (Burgstall vgl. S. 249) und der Burg am Schlösselberg (vgl. S. 21) bei Gauting gestanden haben und zur Zeit der Ungarneinfálle wohl Teil eines Verteidigungssys-tems gegen die Eindringlinge aus dem Osten gewesen sein. Der Ìberlieferung nach †“ nicht historisch belegt †“ soll sie wáh-rend der Bruderkámpfe unter den Wittelsbacher Herzögen Rudolf und Ludwig zwischen 1311 und 1313 erneut zerstört worden und nach dem Schiedsspruch von Kaiser Ludwig dem Bayern nicht mehr als Burg wieder aufgebaut sondern künftig nur als Jagdhaus genützt worden sein. Aber schon Anfang des 16. Jahrhunderts war nur noch eine wahrscheinlich unbewohnte Halbruine auf dem Karlsberg vor-handen; die den Bewohnern ringsum als Steinbruch†œ zum Bau ihrer Háuser diente; etwa um 1565 bei der Errichtung von Schloss Leutstetten. Um 1700 sollen nur noch zwei dicke Mauern vorhanden gewesen sein. Im Jahr 1816 ließ der damalige Schlossherr von Leutstetten; Staatskassier von Ertl; auf dem Burgstall vom Karlsberg einen Obelisken aufstellen; auf dem geschrieben war Der Erinne-rung eines hier von Karl dem Großen errichteten Schlosses†œ. Zudem wurden Steinbrocken aus der im Zuge der Sákularisation in Mün-chen abgebrochenen Alten Hof-Kapelle†œ hierher gebracht und romantisch†œ darum angeordnet.Der Burgstall auf dem Karlsberg; von dem nur noch wenige Ìberreste (Anmerkung 4) zeugen; war den Leuten früher unheim-lich. Sie glaubten; dass dort Hexen geheime Zusammenkünfte hátten und ihre verbotene Schwarze Magie betrieben. Noch heute (!)treffen sich am Grab der Druidin im Mühltal unterhalb des Karlsberges sog. Weiße Hexen†œ und führen dort an bestimmten Tagen und zu be-stimmten Zeiten ihre Rituale durch (Anmerkung 5). Eine unheimliche Begegnung auf dem KarlsbergAn einem schönen Sommerabend zu Beginn des 19. Jahrhunderts ging einmal der Knecht eines Bauern von Leutstetten auf den Karlsberg um Nüsse zu sammeln. Er war eifrig bei seiner Tátigkeit und merkte zu spát; dass schon die Dunkelheit hereinbrach. Wohl hatte er gehört; dass es bei Nacht auf dem Karlsberg nicht ganz geheuer war; aber er fürchtete sich nicht; denn er war ein mutiger junger Mann. Als er mit seiner Ausbeute an Nüssen wieder heimgehen wollte; kam ihm auf einmal †“ wie aus dem Nichts aufgetaucht †“ eine Gestalt entgegen. Vorsichtig abwartend blieb er stehen; bis er erkannte; dass es sich um ein wunderschönes Mádchen handelte. Der Bursche wunderte sich; dass es so alleine und ohne Schutz durch den dunklen Wald ging; und bot ihm freundlich seine Hilfe an. Da láchelte es geheimnisvoll und erlaubte ihm; es ein Stück des Weges zu begleiten. Freudig schritt er neben der schönen Fremden her und schaute sie immer wieder verstohlen von der Seite an. Je öfter er sie ansah; desto besser gefiel sie ihm. Als sie auf einer kleinen Lichtung angelangt waren; hielt er es nicht mehr lánger aus und sagte: Du bist so schön; dass ich dich am liebsten küssen würde!†œDa láchelte die Unbekannte wieder rátselhaft und sprach: Wenn es dir gelingt; mir drei Küsse zu geben; dann will ich dich so reich machen; dass du für dein ganzes Leben genug hast.†œDer Bursche freute sich; denn das schien ihm leicht zu sein. Er nahm das Mádchen sogleich in die Arme und gab ihm einen herzhaften Kuss. Doch gerade als er es erneut küssen wollte; verwandelte es sich in eine Schlange; deren gespaltene Zunge ihm ins Gesicht fuhr. Vor Schreck ließ er sie mit einem lauten Schrei fallen wie eine heiße Kartoffel. Er hatte aber sein Entsetzen noch nicht überwunden; als mit einem Mal anstatt der Schlange der Leibhaftige selbst vor ihm stand und höhnisch grinsend den dritten Kuss verlangte. Den armen Burschen schüttelte es vor Grauen. Er drehte sich um und lief so schnell er konnte durch den Wald davon. Da bekam er von unsichtbarer Hand eine Ohrfeige; die ihn fast zu Boden warf. Als er aufblickte; sah er plötzlich wieder das schöne Mádchen vor sich stehen. Es blickte ihn zürnend an und sagte: Du bist ein elender Feigling! Weil du mich nicht dreimal geküsst hast; sollst du auch nichts bekommen!†œ Mit diesen Worten ver-schwand es; er wusste nicht wohin.Er aber lief aus dem Wald heraus als wáren alle Teufel der Hölle hinter ihm her und war froh; mit heiler Haut entkommen zu sein. Nie mehr in seinem Leben setzte er bei Dunkelheit einen Fuß auf den Karlsberg."

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